Albanien – Land der Adler Teil-5

Albanien – Land der Adler Teil-5

 

Ausgrabungsstätte von Butrint

Wenige Kilometer entfernt, und doch soweit Butrint, die Butrint Halbinsel, stehend auf der Liste des Welt – Kulturerbes. Erwähnt wurde Butrint erstmalig im 7 / 6. Jh. vor Christi. Ein kleine Obolus und hinein in die venezianische / römische Zeit. Ob Tempelanlagen, Säulen, Skulpturen, ein Schatzhaus, das Amphitheater, Badanlagen (damals schon beheizt), div. Brunnen, eine frühchristliche Basilika (Erwachsenen – Taufe), Zeugnisse eines aufstrebenden Kunsthandwerkes, alles sehr gut erhalten. Und wärend wir zeitversetzt, noch ganz in unserer Phantasie, eine kleine „Holzautofähre“, max. 2 Autos und ein Seil.

Ob wir wollten oder nicht eine Fluss / Lagunenüberquerung, der Fährmann sprach uns Mut zu… Landstr., diesmal eine Sandpiste, Staub, ganz in der Nähe Korfu, und wie aus dem Bilderbuch, aus der Ferne eine kleine Ortschaft, nicht erwähnenswert, aber: Häuser, viele unfertig, eingestürzt…, wollte man zu viel? Die falschen Baustoffe, wie nach einem Erdbeben.

Gjirokastra, die Geburtsstadt von Enver Hoxha und auch dem berühmtesten Schriftsteller des Landes Ismail Kadare. Weltkulturerbe – einstöckige Häuser am Berg, hervorspringende Dachterrassen geben den Straßen ein unglaubliches Flair , eine Festung (incl. eines amerikanischen Militärflugzeuges (?)), von außen ein Berg mit integrierten Häusern, finstere Gewölbe, Zellen. Als Hauptportal ein Zekate – Haus, ein Herrenhaus, der Kreis schließt sich, eine Bektashi – Tekke. Doch diese kleine Stadt, die eindrucksvollste auf unserer Tour, enge Gassen, kleine Tavernen, albanisches Leben pur. Doch die Zeit drängte unser Hotel in Durres wartete. Zurück, entlang dem Mittelmeer, Bunker, ein „Hafen“ – James Bond läßt grüßen“, Menschenleere Strände eingebettet in eine grandiose Berglandschaft, Wasserfälle (einmalig das darin eingebaute Restaurant), Honig.

Kilometer weit, Imker, Bienen, Honig. Durres zurück, „wir waren nicht in Italien“, so verabschiedete sich unser Mercedes, das Strandleben, es sollte endlich beginnen. In unserem Hotel alles unberührt, in der Nähe eine Disko, laut, die Tiranaer – Jugend feiert, volle Restaurants, die Hauptstraße ein einziger Basar, – ab 20.00 Uhr Fußgängerzone, volle Busse – wir durften vorne neben dem Fahrer mit. Strandleben, etwa 40 – in der Sonne auch mehr, gleichbedeutend mit Strandwanderung, Schach spielen, lesen, sich treiben lassen, Erholung. Sonnenuntergang.

Auffallend viele Mädchen, gut aussehend, versuchen in der Abendsonne zu tanzen, Fototermin. Wochenende, eine leichter Nebel am frühen Morgen, stärker werdend, Smoke (?), Ferienende, Saisonende. Das Strandleben verblasst, Schirme und Tische abgebaut, die Händler, wie Tag und Nacht, alles weg. Albanien, Tirana – Flughafen, ein letztes Mal winkt uns Mutter Theresa zu, sie lächelt, als will sie sagen: Behalte DEINE Vergangenheit, DEINE Natürlichkeit und blicke stolz in die Zukunft, behalte DEINE Spontanität und Kreativität, werde kein Italien. Faleminderit.

Joachim Baade

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